Auffälligkeiten in der Grobmotorik:

Durch therapeutische Maßnahmen kann ein positiver Einfluss auf die Motorik ausgeübt werden. Gleichzeitig werden die motorische Planung, die Kraftdosierung und der Muskeltonus berücksichtigt.

Abweichende Bewegungsmuster (eventuell reflexartige) werden auf eine spielerische Art inhibiert (gehemmt) und stufenweise durch Angepasste ersetzt.

Warum die Grobmotorik so wichtig ist:

Während der Ausführung der Bewegung eines Kindes (Motorik) werden gleichzeitig dazu In-formationen (Sensorik) über die Stellung und das Zusammenspiel der Gelenke an das Gehirn zurück geführt. Diese Informationen gelangen in Zentren, welche eine Projektion des gesamten Körpers darstellen. Auf diese Art und Weise lernt das Kind durch seine Bewegung.

Diese Bewegungen werden nur bedingt registriert und gespeichert, wenn sie impulsiv und ruckartig ausgeführt werden. In diesem Fall wird eine therapeutische Unterstützung notwendig.

Zusammenfassung:

Bewegungsabläufe werden gespeichert, vorausgesetzt dass sie „vernünftig“ und oft genug ausgeführt werden. Wenn diese Zentren über genügend Informationen verfügen, wird das Kind nicht mehr das Bedürfnis haben auf jede Situation mit Bewegungen zu reagieren. Es wird über die kognitive Ebene auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.

Das Kind kann sich jetzt überflüssig gewordene Bewegungen, die nur stören würden, sparen. Von nun an kann das Kind vorwegnehmen.

Wenn diese Zentren endgültig ausgebaut sind, steht der Abstraktion (Kulturtechniken) nichts mehr im Wege. Die Abstraktionsfähigkeit und die Wahrnehmung für Symbolverständnis können sich nun uneingeschränkt entwickeln.

In der Therapie fällt es gleich auf, wenn das Kind noch nicht vorwegnehmen kann und bei elementaren Situationen noch den Körper einsetzt, statt sich aus seinem Repertoire an gesammelten Körpererfahrungen zu bedienen.