Wenn die Handlungsplanung/-fähigkeit eingeschränkt ist, hängt dies zum größten Teil vom Zusammenspiel der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche ab. Der Grad der Anpassung (Zweckmäßigkeit und Zielrichtigkeit) hat auch damit zu tun, wie gut der Realitätsbezug/das Vorstellungsvermögen beim Kind vorhanden ist. Viele Kinder sind nicht immer in der Lage eine Situation zu überblicken und haben Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen. Daher entscheiden sie willkürlich. Oft beharren sie auf ihrer Meinung bzw. bleiben bei ihrer unrealistischen Vorstellung und sind auch nicht durch überzeugende Argumente davon abzubringen. Anhaltspunkte und Einsicht fehlen für eine realistische Beurteilung.

Auch bei Defiziten in der motorischen Planungsfähigkeit ist die Handlungsfähigkeit beeinträchtigt.

 

Frustrationstoleranz/ Selbstvertrauen:

Erfahrungsgemäß kommt ein Kind, sobald es in der Therapie merkt, dass ihm hier und dort etwas (motorisches) gelingt, schnell aus der Aussichtslosigkeit und Zurückhaltung heraus und lässt keine Ruhe mehr. Es will unaufhörlich diese neuen Spielräume erforschen und sich an die neuen „Grenzen“ seiner Möglichkeiten herantasten. Es wird übermütig und hartnäckig, macht sich selber die Auflagen und legt dabei die Hürde viel höher als die Eltern es sich erlauben würden.

Sobald durch therapeutische Maßnahmen die Frustrationstoleranz und das Selbstvertrauen angehoben werden, nehmen Ausdauer und Belastbarkeit zu.

 

Defizite im Sozialverhalten:

Wenig Anpassung, das Einhalten von Regeln fällt schwer. Erschwerte Kontaktaufnahme, manchmal sehr bestimmend oder sehr zurückhaltend.

 

  • Bestehen Verhaltensauffälligkeiten kann dies zu folgender Entwicklung führen: Vermeiden,   Wutausbrüche, Weinen und/oder sich komplett ausklinken.

  • Werden die erwähnten Verhaltensauffälligkeiten stufenweise durch die Therapie aufgehoben, ist das Kind in der Lage Selbstständigkeit, Planungsfähigkeit, Organisationsvermögen und Anpassungsfähigkeit zu entwickeln.